Die Tontechnik


Da die Schwingungen des Fells beim Banjo das alles Entscheidende sind und ein Fell, reduziert auf einen dünnen Streifen, wie eine Saite reagiert, ist die Lagerung dieser "Saite" an beiden Enden das Ausschlaggebende für den Klang. Anders gesagt, eine Vielzahl solcher "Streifen" machen das Fell aus und die Lagerung ist der TONRING.

Es gibt viele Varianten und meistens werden Ringe aus Bronze Guss verwendet, die schwer und teuer sind. Dabei geht man davon aus, dass die Fellschwingung von der Bronze wie bei einer Glocke getragen und "klangfarblich" verschönert werden. Ich habe mich vor einigen Jahren in der Innsbrucker Glockengießerei umgetan und muss sagen, dass die Herstellung von Klanginstrumenten sehr beeindruckend ist, aber aus Kostengründen für erschwingliche Banjos nicht in Frage kommt.

Sollten Sie übrigens  im Net Beschreibungen wie "Rolled Brass Tone Ring" lesen, müssen Sie nicht beeindruckt sein, das ist der einfachste massive Messing- oder Bronze Tonring aus rundem Vollmaterial, wegen der Optik oft zusätzlich vernickelt...

Hier zeige ich einige meiner Kreationen für Top-Banjo-Klang. Sie basieren auf der oben genannten Erkenntnis meiner "Saitentheorie" des Fells und haben empirisch bestätigt, dass sie bei viel geringerem Gewicht mit teuren Gussringen mithalten und sie in Lautstärke sogar übertreffen können, wobei die Materiakombination und Dimension  die Klangfarbe macht. Das Holz ist dabei in geringerem Maße beteiligt und gibt bei viel Masse (integrierter Teilresonator) eine warme Obertonskala. Der Hals hat wenig Anteil, wie die  Tom Nechville Banjos zeigen, bei denen Hals und Kessel und z.T Tonring und Kessel kaum Kontakt haben.

 

 

Das sind einige meiner Tonringkonstruktionen. Ich mache immer neue Versuche, um optimale Klangergebnisse zu bekommen.

 

Auch in England hat man sich mit meinen Konstruktionen befasst, den vorletzten Tonring  auf den Bildern habe ich für Clifford Essex als Test-Muster hergestellt. Er wird von der Firma als Paragon-Tonring eingesetzt.

 

 

 

 

 

 

Hier ein Ausschnitt aus B.M.G: